The Future of Smart Building & Smart Building Security

Es ist mir eine große Freude anzukündigen, dass ich auf der kommenden Smart Building Conference in Amsterdam einer der Hosts einer Podiumsdiskussion sein werde mit dem Titel

INDUSTRY PANEL:
The Future of Smart Building & Smart Building Security

Inhalt:

Wie der Titel vermuten lässt, werden wir uns besonders mit der Sicherheit und auch mit deren Mangel in Smart Buildings beschäftigen. Nicht immer ist die Technik schuld daran, vielmehr „menschelt“ es bei vielen Projekten einfach ein wenig zu viel. Oder liegt es am Kunden, der (noch?) nicht genug Bedenken hat. Wir werden versuchen, diese und andere Fragen zu erörtern; für Spannung ist gesorgt.

Teilnehmer:

Mit mir gemeinsam sind zum jetzigen Zeitpunkt folgende Personen am Podium:

Eliot Lear, Senior Internet Engineer and Policy Expert bei CISCO Schweiz

Sein Profil lässt keinen Zweifel daran, dass es sich hier um einen Experten allerhöchster Güte in Sachen Cybersecurity handelt, der federführend bei der Entwicklung von Internetstandards sowie Industriestandards von Cisco ist.

Matthew Marson, Management Consultant von Accenture UK

Als Consultant des Connected Spaces Programms von Accenture, einem der weltgrößten Beratungsunternehmens, ist er ausgewiesener Spezialist in Sachen Smart Buildings. Dass Matthew dabei nicht nur theoretisiert sondern ein Mann der Praxis ist, beweist seine Ausbildung als Architekt und Ingenieur.

Ich freue mich natürlich, mit solchen Spezialisten des Thema „Future of Smart Building & Security“ diskutieren zu können.

Programm
Die Smart Building Conference findet am Vortag des ersten Messetags der ISE statt. Wenn Sie also vielleicht schon einen Tag früher in Amsterdam sind, dann wäre es doch eine tolle Gelegenheit, diesen oder andere Vorträge zu besuchen.

Das vollständige Programm dieses Events können Sie hier finden.

The Future of Smart Building & Smart Building Security at RAI, Amsterdam

This panel will discuss the advancements and innovations that we can look forward to. Also, all the futuristic tech advancements and innovations that make smart buildings possible share a common Achilles heel. Their security model is still stuck in the past. Our panel will discuss the problem—and possible solutions.
Categories: Smart Building, IoT

 

Energieeffizienz-Richtlinie und Gebäude

Energieeffizienz-Richtlinie und Gebäudeautomation

Die Energieeffizienz-Richtlinie, auch bekannt als Energy Efficiency Directive oder abgekürzt EED besagt vereinfacht gesagt, dass bis zum Jahr 2020 zwanzig Prozent der Energie eingespart werden soll. (Link zur Ur-Info auf dem EU-Server, Link zur österreichischen VersionBackground-Info auf Wikpedia.)

Dies gilt natürlich auch für Gebäude und wir alle haben schon von diversen Maßnahmen gehört oder diese sogar selbst angewandt, um das Unsrige dazu beizutragen. Begriffe wie thermische Sanierung sind in aller Munde. Aber warum wird intelligente Gebäudeautomatisierung so selten genannt.

Bei der oben angesprochenen Veranstaltung wurden die Fakten klar aufgezählt:

  • Gemäß der Energieeffizienz-Richtlinie müssen Gebäude Jahr für Jahr je 3% Energie einsparen.
  • 60% des Energieverbrauchs von Gebäuden sind Heizung, Kühlung, Beleuchtung
  • Building Management Systeme, zu deutsch Gebäudeautomatisierungen können bis zu 50% Energieeinsparung bewirken! Der wesentlichste Anteil davon sind bedarfsgeführte Regelungen also der Einsatz von Präsenzmeldern oder die Anbindung an Kalenderplattformen. (persönlicher Hinweis: Beispielsweise in Universitäten oder Fachhochschulen ist die Gebäudenutzung streng an einen Vorlesungsplan gekoppelt; ein Automatisierung dadurch denkbar einfach!)
  • LED-Beleuchtung spart 60-70% Energie im Vergleich zu herkömmlicher Beleuchtung. Ein nicht unwesentlicher Teil davon ist der verminderter Kühlbedarf aufgrund der geringeren Abwärme von LEDs.

In der Tat gibt es schon tausende installierte Gebäudemanagement-Systeme, viele davon aber leider in einem bemitleidenswerten Zustand. Nur ein paar Negativ-Highlights:

  • Keinerlei Nacht- oder Wochenend-Absenkung. Hierzu zählt auch das eigentlich gar nicht so große Geheimnis, dass z.B. der Ostermontag zwar ein Montag aber trotzdem ein Feiertag ist und somit eher als Sonntag denn als Montag zu behandeln ist.
  • Keine einheitliche Uhrzeit im Gebäude und/oder fehlende Sommerzeit-Umschaltung. Es bedarf keiner besonders großen Fantasie zu erkennen, dass jedwede Schaltuhr-Funktionen ohne richtige Uhrzeit nur sehr wenig Sinn machen.
  • Isolierte Gewerke, die nicht miteinander kommunizieren. Speziell in der Übergangszeit wird in vielen Gebäuden gleichzeitig geheizt und gekühlt!
  • Präsenzmelder in den Räumen, welche zwar die 50W LED-Beleuchtung abschalten, wenn niemand im Raum ist, die 2 kW Heizung (= 40 facher Energieverbrauch!) läuft aber unverändert weiter!

Die Liste endet an dieser Stelle keinesfalls; es gäbe noch so einige Bonmots zu erzählen.

Was also tun?

Die allseits angesehene GARTNER Group stellte unlängst auf einem ihrer Treffen die These auf, dass bis ins Jahr 2020 IoT-Technologien dafür genutzt werden, Energieeinsparungs-Ziele zu erreichen und Themen wie SMART CITY aktiv treiben werden. 2015 meinte die Gartner Group, dass schon 2016 über 500 Millionen (!) Sensoren in sogenannten Smart Commercial Buildings verbaut werden, was einer jährlichen Steigerung von 39% (!) entspricht. Quelle hier.

Alles schön und gut, aber was hilft es, groß von Smart Building oder gar Smart City zu sprechen, wenn die schon bestehenden Systeme nicht vernünftig aufgesetzt sind, wenn die Daten der Sensoren nicht analysiert werden und daraus intelligente Schlüsse gezogen werden?

Irgendwie klaffen hier Wunschdenken, Theorie und Praxis weit auseinander. Meiner Meinung nach scheitern viele Projekte nicht an der Hardware sondern vielmehr daran, dass man sich nicht im Vorfeld genau überlegt, was mit der Hardware eigentlich gemacht werden soll. Ist es nicht an der Zeit hier die nötigen Ressourcen und Budgets auch für die „Brainware“ also für die durchaus vorhandenen Spezialisten bereit zu stellen?

Wie sehen Sie das? Ich freue mich auf Ihre Reaktionen.

Warum eigentlich IoT?

Der Begriff Internet of Things oder kürzer IoT geistert durch alle Medien nirgendwo lese ich „warum eigentlich IoT“? Wer ein wenig mit Google & Co umgehen kann, wird hunderte Artikel darüber finden, WAS IoT ist. Aber vielleicht haben Sie sich schon einmal die WARUM Frage gestellt? Ich weiß schon, wann immer es um Innovationen geht, kommt man sich als WARUM-Frager immer ziemlich altmodisch vor. IoT ist neu und cool und sexy und modern und das muss als Rechtfertigung genügen, oder?

Nachfolgend ein paar Argumente, welche dafürsprechen, dass IoT eben keine kurze Modeerscheinung ist, sondern viele Bereiche unseres privaten und beruflichen Lebens fundamental verändern. Oder etwas knackiger:

„IoT ist unverzichtbar für die Megatrends des 21. Jahrhunderts“

Konvergenz von virtueller und realer Welt

Während früher IT eben pure Informationstechnologie war, also sich mit nicht angreifbaren Dingen beschäftigte, zieht die Technologie nun in alle Bereiche des realen Lebens ein. Von der Heizungssteuerung über die Körperfettwaage im Badezimmer bis hin zum smarten Etikett auf dem T-Shirt.

Mehr Daten für bessere Entscheidungen

Dass man kann nie genug wissen kann, ist eine altbekannte Tatsache. Und genau dafür sorgen die grenzenlosen Sensorenwelten der IoT-Apostel. Für weite Bereiche stimmt dies auch. Egal ob Produktion, Logistik oder auch die eigene Waschmaschine; genaue Kenntnis über den Ist-Zustand gepaart mit intelligenten Algorithmen ermöglicht bessere Entscheidungen, höhere Effizienz, geringeres Risiko. Green Technologies sind eines DER klassischen IoT Anwendungsfälle.

Neue Businessmodelle

Die Geschäftswelt ist permanent auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Dies ist keine neue Entwicklung, sondern diese Suche nach Neuem ist so alt wie die Menschheit. Wenn also immer mehr Daten darauf warten, analysiert zu werden, ist es vollkommen normal, dass Unternehmer daraus ein Geschäft machen wollen. IoT eröffnet viele neue Geschäftsmodelle in den Bereichen Analyse, Controlling und Beratung aber auch bei Visualisierung und diversen Dienstleistungen. Schließlich will der Kunde die Daten nicht in ihrer Roh-Form, sondern hübsch aufbereitet erhalten.

Neue Wertschöpfungsketten

Durch das Vordringen von Internet-Technologien selbst in die hintersten Winkel der analogen Welt entstehen auch neue Wertschöpfungsketten. Oder deutlich bodenständiger ausgedrückt: Internetfirmen, seien es Netzwerkbetreiber, Cloud-Datenspeicher oder ähnliche IT-Firmen werden noch mehr als bisher mitverdienen, wenn jemand einen Tisch fertigen lässt oder eine Maschine meint, Servicebedarf zu haben. Um nur eine einzige Zahl zu nennen:

Telcos, also multinationale Telekommunikationsunternehmen wie Deutsche Telekom, Verizon & Co haben fix eingeplant, schon binnen weniger Jahre 5-10% Ihres Umsatzes mit IoT-Service zu erzielen.
(Quelle: Arthur D. Little)

Große werden noch größer

Ob man das nun gut findet oder nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass sich „die Großen“ in Sachen IoT die Butter vom Brot nehmen lassen. Soll heißen auch wenn die aktuellen Innovationen von vielen kleinen Startups kommen, so werden diese binnen kürzester Zeit von Konzernen übernommen werden und verstärken dort bestehende Produkte und Services. Oder denken Sie etwa wirklich, dass die IoT-Anbindung Ihres Fuhrparks von irgendjemand anders als dem Autohersteller realisiert werden wird?

Das Warten auf den einen Standard macht keinen Sinn

Viele behaupten zurecht, dass die Erfolgsstory Internet zu einem sehr großen Teil möglich war, weil kluge Köpfe vorausschauend Standards definiert haben, die auch noch heute gültig sind. Man denke nur an HTML oder SMTP für Emails. Im Unterschied zu heute, d.h. zu IoT gab es damals aber kaum jemand, der dem Internet wirtschaftliche Wichtigkeit beigemessen hatte. Es war also einfach, sich einem Vorschlag eines anderen anzuschließen, wenn dieser technisch fundiert war und in bester Open Source Manier veröffentlicht wurde.
Im Gegensatz dazu trifft die aktuelle IoT-Welle auf ein vollständig Business-orientiertes Internet, wo Riesen wie Google, Amazon und Microsoft nicht nur auf Milliardenerlöse hoffen, sondern ebensolche Milliarden vorab investieren um ihre Varianten als Industriestandard durchzudrücken.
Es ist also vollkommen zu erwarten, dass sich diese nicht auf einen einzigen Standard einigen werden, sondern mehrere Wahrheiten geben. Dies muss aber kein Nachteil sein, sondern bietet weitere Möglichkeiten für qualifizierte Dienstleistungen.
Nicht zuletzt gibt es auch gewichtige technische Gründe dafür, dass nicht ein einziger Standard für alle richtig ist.

Fazit

Die technische Seite von IoT ist von wenigen Ausnahmen abgesehen, absolut keine Revolution, sondern die konsequente Weiterentwicklung von bestehenden Trends und Technologien. Die unzähligen neuen Businessmodelle rund um IoT haben jedoch das Zeug, unsere Welt gründlich und nachhaltig zu verändern.

IoT ist in meinen Augen daher eher ein Vehikel für neue Megatrends als ein Megatrend selbst.

Dieser Blog-Post entstand zur Einstimmung am Vorabend des Österreichischen IoT-Days, von dem ich gesondert berichten werde.

 

Diesmal wirklich intelligente Gebäude

Es war nur mehr eine Frage der Zeit, bis sich die ganz Großen das Thema intelligente Gebäude vornahmen. Nun geht es Schlag auf Schlag; Google, IBM. Samsung und all die anderen Multis tauchen unter dem Mäntelchen IoT (Internet of Things) plötzlich auf wie versteckt agierende U-Boote.

„Diesmal wirklich intelligente Gebäude“ weiterlesen

Smart Building oder Dumb Industry

Während viele über Smart buildings philosophieren sehen echte kEnner manches ein wenig abgeklärter:

Praktisch jede Industrie hat in den letzten Jahren ihre Produktivität verdoppelt. Mit einer einzigen Ausnahme…

Diese eine Ausnahme ist die Bauwirtschaft.

Univ.-Prof. Architekt Dipl.-Ing. Christoph M. Achammer

Anlässlich des OGNI Gebäude Summits in Wien, April 2016