Ihr Meetingraum klingt schlecht?

Das Dilemma ist altbekannt. Von allen Seiten hört man es:

„Unser Meetingraum klingt schlecht!“

Während früher damit ausschließlich der Sound im Raum selbst gemeint war, beschweren sich heutzutage, also im Zeitalter von Unified Communication und Videokonferenz, meist die Gegenstellen über schlechte Audioqualität. Ein ähnliches Problem sind auch Recordings (Mitschnitte), welche nicht nur zwecks nützlicher Dokumentation angefertigt werden, sondern in vielen Unternehmen schlicht gesetzliche Pflicht sind.

Woran liegt es also, dass wir zwar schon seit Jahrzehnten den Weltraum erobern, aber oftmals nicht einmal unseren CEO verstehen, wenn er per Videokonferenz zugeschalten ist?

An dieser Stelle könnte ich jetzt lange und ausführlich über akustische Albtraum-Architektur referieren oder Sie mit technischen Begriffe wie AEC (Acoustic Echo Cancelling) verwirren.
Wie so oft ist die Lösung vieler (aber sicher nicht aller!) Sound-Probleme im Meetingraum einfach eine Sache der Prioritäten.

Real World Ergebnisse einer Studie

Vor kurzem hat das Branchenmagazin Commercial Integrator eine Studie mit dem Titel “Meeting Room Audio Special Report” präsentiert. Die darin enthaltenen Zahlen sind in der Tat schockierend.

Nur ein paar Highlights:

  • 27% der Kunden budgetieren Lautsprecher für den Meetingraum absolut unzureichend
  • 66% der Kunden budgetieren Lautsprecher für den Meetingraum ziemlich unzureichend

Das entspricht einer satten Mehrheit von 93%!

  • 33% der Kunden budgetieren Mikrofone für den Meetingraum absolut unzureichend
  • 49% der Kunden budgetieren Mikrofone für den Meetingraum ziemlich unzureichend

Auch hier überwiegen mit 82% die Sparmeister.

Praktisch alle anderen technischen Komponenten eines Meetingraums haben Priorität über Mikrofone und Lautsprecher in Sachen Budget. Dazu zählen u.a. Displays/Projektoren, Kameras oder auch UC/VC-Codecs.

In anderen Worten: Für den allerwichtigsten Teil wird relativ am wenigsten ausgegeben!

Ja, ich habe soeben den TON als den allerwichtigsten Teil einer Telekonferenz bezeichnet.
Nicht, weil ich etwas gegen VIDEO hätte, aber es ist schlicht unbestreitbare Tatsache. Sie glauben mir nicht?
Eine Videokonferenz, bei der das Video ausfällt, kann problemlos als Voice-Only Call weitergeführt werden. Millionen von täglichen Telefonaten sind ein eindrucksvoller Beweis für eine solche erfolgreiche Kommunikation. Fällt jedoch bei einer Telekonferenz der Ton aus oder wird unverständlich, so muss man die Konferenz wohl oder übel beenden. Ich bin jetzt der Einfachheit halber davon ausgegangen, dass nicht alle Ihrer Mitarbeiter fließend Gebärdensprache beherrschen oder von den Lippen lesen können.

Alle Schuld dem sparsamen Kunden?

Zurück zum Thema Budget:
NEIN, keinesfalls will ich mit diesem Post suggerieren, dass der Endkunde aus purer Bosheit zu wenig Budget zur Verfügung stellt und daher den schwarzen Peter zu bekommen hat! Vielmehr ist es eine gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten, das scheinbar einfache Thema Mikrofone und Lautsprecher nicht so stiefmütterlich zu behandeln, sondern ihm eine der Anwendung angemessene Aufmerksamkeit inkl. des nötigen Budgets zu geben.

Neue Entwicklungen helfen bei der Lösung

Speziell im Bereich Mikrofone und Lautsprecher hat es in den letzten Jahren große Entwicklungs-Fortschritte gegeben. DSP-gesteuerte Soundbars, Beamforming bzw. Beamtracking Mikrofone, Mikrofon-Arrays und viele andere technische Neuheiten bieten die Möglichkeit, die Tonqualität im Meetingraum signifikant und nachhaltig zu steigern, ohne gleichzeitig die Optik massiv zu stören. Tontechnik ist im Grunde genommen keine große Hexerei, schon die Akzeptanz einiger weniger physikalischen Grundgesetze genügt, um das Schlimmste zu verhindern. Und auch hier gilt: Theoretisches Fachwissen und kompetente Umsetzung in der Praxis ist mindestens genauso wichtig, wie die neueste technische Entwicklung.

Wenn Sie also wieder einmal „unser Meetingraum klingt schlecht“ hören, dann denken Sie ganz kurz an die alte Geschichte vom schwächsten Glied in der Kette. Gut möglich, dass dem scheinbar so banalem Thema Mikrofone und Lautsprecher einfach zu wenig Bedeutung geschenkt wurde.
In anderen Worten:

Nur mit gutem Ton erreichen Sie die fünfte Stufe im UC-Tantra.

Wie immer freue ich mich auf Ihre Reaktionen hier als Kommentar oder in den sozialen Netzwerken.

Die drei wichtigsten Erfolgskriterien für IoT-Projekte

Mittlerweile haben schon viele Organisationen das eine oder andere IoT-Pilotprojekt realisiert. Die Ergebnisse waren jedoch nicht immer so grandios positiv, wie ursprünglich erhofft. Woran mag das liegen? Nachfolgend nun aus meiner ganz persönlichen Sicht die drei wichtigsten Erfolgskriterien für IoT-Projekte. Und diesmal auch ganz und gar nicht technisch oder akademisch, sondern ganz bodenständig und unverblümt.

  1. Wer ist für das Erfassen der Daten überhaupt zuständig?

Man könnte auch ein wenig pointierter fragen: Wer wer zahlt das Projekt?
Recht schnell ist man versucht, hier Team-Effort zu rufen, also alle müssen etwas beitragen. Prinzipiell auch ganz richtig, aber schon im allernächsten Meeting wird leise nach der Kostenstelle gefragt, auf die alles Kommende zu verbuchen ist.

Wer hat nun den sprichwörtlichen Hut auf? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Mögliche Projekt-Eigentümer sind:

Das betroffene Business selbst.

Diese Variante ist recht naheliegend. Die Zuständigen für die Maschine, für den Prozess selbst, sind es, die für die Datenakquise verantwortlich sind inkl. aller damit verbundenen Kosten. Ohne jetzt irgendwem nahetreten zu wollen, sollte es offensichtlich sein, dass dies keine gute Idee ist. Allzu leicht werden dann IoT-Projekte in eine Richtung gedrängt, „heiße“ Eisen werden nicht konsequent angegriffen oder (der Klassiker!) bei einem kleinen Pilotprojekt wird „überraschenderweise“ nichts fundamental Neues gefunden. Die Warum-machen-wir-das-überhaupt-Frage folgt und das Projekt entschlummert wieder sanft und rückstandsfrei.

Das Controlling

Klingt logisch, schließlich wird der Wunsch nach Optimierungen in den allermeisten IoT-Projekten als primärer Treiber genannt. Und das Controlling hat jede Menge Erfahrung darin, sich „einzumischen“, eine etwas unfeine Beschreibung für das neutrale Hinterfragen, Dokumentieren und Bewerten. Nicht immer ist das Controlling jedoch darin geübt, Investitions-Projekte zu leiten, also erst einmal Geld auszugeben.

Stabsstelle Innovation und Digitalisierung

Akteull sehr beliebt in großen Unternehmen sind Abteilungen namens Digitalisierung oder Innovationsmanagement. Diese sind meist ganz nahe am Top-Management angesiedelt, agieren andererseits oft weit weg vom operativen Tagesgeschäft. Die Akzeptanz bei der restlichen Mannschaft ist öfter durchaus endenwollend, weil viele Innovations-Manager bewusst oder unbewusst den aktuellen Ist-Zustand prinzipiell für veränderungsbedürftig halten. Disruption um jeden Preis kommt aber nicht so gut an bei Jenen, die Tag für Tag den Laden produktiv am Laufen halten.

Quality Management

Sehr oft hat sich herausgestellt, dass die Abteilung Quality Management ein sehr guter Kandidat für die Leitung von IoT-Projekten ist. QM-Menschen sind es gewohnt, bestehendes aktiv zu hinterfragen ohne gleich alles schlecht zu reden. Sie sind, ob nun willkommen oder nicht, in allen Abteilungen bekannt und üblicherweise auch gut im Sammeln, Aufbereiten und Vermitteln von datenbasierten Fakten. Gute QM-Leute schaffen das auch, ohne den produktiven Betrieb lahm zu legen.

Wie auch immer Sie es konkret machen, beginnen Sie also mit der scheinbar banalen Frage:

Wer ist für das IoT-Projekt zuständig?

  1. Woher kommt die Expertise, aus den erfassten Daten konkrete Schlüsse zu ziehen?

Diese Frage hat es durchaus in sich! Moderne Technologien haben es sehr einfach gemacht, mit überschaubaren Kosten Unmengen an Daten zu sammeln. Und dann? Ganz unabhängig von der mindestens ebenso wichtigen Frage, welche Daten wir überhaupt sammeln wollen, ist die nachfolgende Bewertung derselben ein essentieller Baustein. Daher muss sich ein Kunde ganz offen folgende Fragen stellen:

Habe ich die nötige Expertise schon im Haus und auch längerfristig verfügbar? Gibt es externe Konsulenten, die mir dabei helfen können? Woher bekomme ich Benchmark-Daten, d.h. Vergleichsdaten, die bei der Bewertung der eigenen Daten helfen oder diese überhaupt erst ermöglichen? Und ganz wichtig: Wie objektiv sind diese Experten, egal ob intern oder extern?

In diesem Kontext hört man in letzter Zeit immer öfter Künstliche Intelligenz und Machine Learning. Die Buzzwords KI und ML sind die neuen Allzweckwaffen der digitalisierten Zeit.

Gerade Technologien wie ML sind aber extrem davon abhängig, vorher mit einem intelligenten Modell gefüttert zu werden. Ob dies nun eigene Data Scientists machen, die wohl im Moment gefragteste Berufsgruppe weltweit, oder ob man diese Expertise „as a Service“ in der Cloud zukauft (siehe hier), oder ganz klassisch einem Konsulenten mit großem fachspezifischem KnowHow beauftragt; von irgendwo her muss die Expertise kommen. Verfügbar, bezahlbar und möglichst objektiv und unabhängig.

Fassen wir zusammen:

Das pure Vorhandensein von vielen Daten ist noch lange kein Ergebnis!

  1. Haben wir die gewonnenen Erkenntnisse überhaupt eine Chance auf Umsetzung?

Wenn Sie dachten, die zweite Frage ging schon unangenehm unter die Haut, dann habe ich keine guten Nachrichten. Noch sind wir nicht am Ziel.

Wir haben nun die richtigen Messwerte ausgewählt, diese bestmöglich erfasst, ordentlich analysiert und sind schlussendlich zu einem Ergebnis gekommen. Die logische Folge wäre es jetzt, mit einer konkreten Handlungsanweisung die Feedback-Schleife zu schließen, die Erkenntnisse also wieder in den ursprünglichen Prozess zurückzuführen um diesen nachhaltig zu verbessern. Welchen Zweck hätte die Übung sonst gehabt?

Wenn man das Ergebnis ohnehin schon vermutet hat und sich schon vorab darauf eingestellt hat, ist das keine große Aufgabe. Was aber, wenn das Resultat wirklich Unerwartetes liefert? Wenn plötzlich bestehende Prozesse (und die dahinterstehenden Personen und Abteilungen!) gar nicht gut dastehen, wenn echte Probleme aufgezeigt werden?

Genau dann tritt ein solches Projekt in die alles entscheidende Phase ein. Es gibt nur zwei mögliche Varianten:

  1. Das Projekt hatte seit Beginn die volle Rückendeckung des Managements. Dann werden die Fakten als das gesehen, was sie hoffentlich sind, nämlich objektive Grundlagen für relevante Business-Entscheidungen. Der Zweck der Objektivierung wurde erfüllt und echter „Insight“ wurde erzielt; man ist klüger und setzt konkrete Handlungsschritte.
  2. Das IoT-Projekt war eher eine Fingerübung für eine überschaubare Benutzergruppe als ein strategisches Projekt. Dann verschwinden die gewonnenen Erkenntnisse in irgendeiner (virtuellen) Schublade oder sind im schlimmsten Fall die Basis für entsetzliche Grabenkämpfe zwischen unterschiedlichen Abteilungen.

Ein klares Erkennungszeichen für solch ein misslungenes IoT-Projekt ist es zum Beispiel, wenn ein ursprünglich erfolgreicher Pilot dann doch nicht in den Regelbetrieb überführt wird. Dann war es plätzlich doch „nur ein Pilot“ oder Proof of Concept. Bald legt sich dann der Mantel des Schweigens darüber und viel mehr als ein „ja, das haben wir einmal als Pilotprojekt gemacht, ist aber nix Konkretes dabei rausgekommen“ bleibt nicht in Erinnerung.

Daher mein Aufruf:

Bitte versorgen Sie IoT-Projekte, und seien sie auch noch so klein, von Beginn an mit dem nötigen organisatorischen Unterbau.

Klare Zuständigkeiten, ausreichende Seniorität im Projektmanagement und schon ganz am Anfang ein klares Bekenntnis dazu, die Ergebnisse auch wirklich zu verwenden, sorgen dafür, dass Misserfolge nach Möglichkeit vermieden werden.

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass dieser lange Artikel über die drei wichtigsten Erfolgskriterien für IoT-Projekte so ganz untechnisch war.
Und genau das wollte ich heute vermitteln: IoT hat nur am Rande mit Technik zu tun. Ja, Technik ist nötig und jede Menge kleiner und großer Computer sind dabei auch involviert, im Grund aber sind sie immer Business Projekte. Mit dem feinen Unterschied, dass manchmal die Erkenntnisse aus ganz anderen Ecken der Organisation kommen, als so mancher Altgediente es vermuten würde.

Ich lade Sie ein, diesen Artikel kritisch zu hinterfragen und mir Ihre Meinungen und Erfahrungen mitzuteilen. Hier im Blog oder auf den sozialen Netzen.

Was ist überhaupt Medientechnik-Security?

Nachdem mein vorangegangener Blog-Post zumindest in Teilen der Branche auf sehr großes Interesse gestoßen ist, soll dies nun ein Follow-Up sein und ein wenig tiefer in die Materie blicken.
Was ist überhaupt Medientechnik-Security und wie kann man das Thema in kleinere Teilbereiche aufbrechen?

Wie immer beim Thema Security steht am Anfang eine Grundsatzfrage: „Was ist überhaupt Medientechnik-Security?“ weiterlesen

Sicherheitslücken in Crestron Medientechnik Produkten

Die Aufregung in der Medientechnik Branche sollte eigentlich noch viel größer sein. Über das Wochenende liefen die Tickermeldungen in den Spezialisten-Kanälen: Sicherheitslücken in Crestron Medientechnik Produkten! Was war geschehen? Und müssen wir uns alle fürchten?

Worum geht’s?

„Sicherheitslücken in Crestron Medientechnik Produkten“ weiterlesen

7 neue Gründe, gerade jetzt mit IoT zu starten

IoT ist nun schon einige Zeit in aller Munde. Die Frage muss daher erlaubt sein: Warum gerade jetzt mit IoT starten? Eifrige Leser meines Blogs werden sich daran erinnern, dass ich schon einmal über Sieben gute Gründe für IoT geschrieben habe. Dabei ging es um Prinzipielles, heute will ich erläutern, warum JETZT ein guter Grund zum Starten ist.

An Gründen mangelt es also nicht. Auch wenn jede Anwendung ihre eigenen Metriken hat, so gibt es doch Parallelen. Die folgenden SIEBEN Gründe erscheinen deshalb halbwegs universell gültige Argumente zu sein:

  1. Mass Market Awareness
    Ja, IoT ist im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen und die allermeisten wissen, was damit gemeint ist.
  2. Cloud is everywhere
    Fast jedes Unternehmen nützt mittlerweile „die Cloud“. Da IoT und Cloud ein symbiotisches Verhältnis haben, hilft das eine dem anderen.
  3. Kleinere Sensoren
    Sensoren aller Art schrumpfen weiterhin. Teilweise auf so geringe Abmessungen, dass man sich schon fragt, wie das eigentlich noch funktionieren kann.
  4. Kleinerer Stromverbrauch
    Natürlich ganz besonders wichtig bei batteriebetriebenen Geräten aber auch sonst nicht zu unterschätzen: Je kleiner der Energieverbrauch umso universeller werden die Anwendungsmöglichkeiten
  5. Größere Performance
    Dass die Rechenleistung steigt und steigt, ist bekannt. Mittlerweile bekommt man aber schon praktisch überall „mehr als reichlich Leistung“ für die Mehrzahl der Anwendungen.
  6. Billigere Bandbreite
    Egal ob GSM, NB-IoT, LoRa, Sigfox oder gutes altes LAN-Kabel. Die Bandbreiten im LAN und natürlich auch ins Internet ist teilweise schon so günstig, dass die Übertragungskosten nur mehr ein kleiner Teil der Kosten sind.
  7. Niedrigere Kosten
    Last but not least: Billiger ist immer besser!
    Viele alte IoT-Projekte, welche seit Jahren auf Eis liegen, werden nun aktiv angegangen. Natürlich wird es wahrscheinlich noch billiger, wenn man noch ein Jahr wartet. Aber  steckt nicht hinter jedem IoT-Projekt ein konkreter Use Cases mit Nutzen, den der Kunde endlich realisieren will?
Fazit

Wenn Sie also demnächst gefragt werden, warum gerade jetzt mit IoT starten, dann haben sie zumindest sieben gute Gründe dafür. Viele andere Gründe und Hintegründe finden Sie in meinen anderen Blogposts zum Thema IoT.

Nachlese zum IoT Forum CE in Wien

Wie war es nun das IoT Forum CE in Wien Mitte Mai?

Wie in meiner Ankündigung zu diesem Event (Link) nachzulesen ist, war meine Erwartungshaltung ja einigermaßen hoch.

Immer der Reihe nach

Ob der Event nun wirklich IoT Forum Austria oder CE (für Central Europe) heißen soll, lasse ich einmal dahingestellt. Als richtig internationales Event war es zumindest geplant, denn alle Vorträge wurden in Englisch gehalten. Fakt ist auch, dass sich einige nicht-österreichische Gäste hierher verirrt haben und das ist ja schon einmal gut. Trotzdem muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Anzahl der Besucher absolut unbefriedigend war.

Während am ersten Tag die Räume noch gut gefüllt waren und bei den parallellaufenden Vorträgen überall reichlich Besucher zu zählen waren, war der zweite Tag zumindest für meine persönliche Einschätzung absolut unbefriedigend. Zieht man die Speaker, deren Anhang und die Aussteller bzw. Anbieter auf Konkurrenzbeobachtung ab, dann blieb nur ein bescheidener Rest an „echten“ Besuchern. SCHADE, SCHADE!

Ursachenforschung

Woran kann es gelegen haben?

War der doch recht stolze Preis von über EUR 700,- für die zweitägige Konferenz zu hoch? Mag sein, wenn auch andere Konferenzen ähnliche Gebühren verlangen und auch bekommen. Sicher nicht vergessen darf man, dass es bei Konferenzen dieser Art durchaus stattliche Freikontingente für Aussteller, Presse, Speaker gibt.

Waren die Vortragsthemen langweilig oder irrelevant? Von meiner Seite dazu ein klares Nein! Die Qualität der Speaker und die Themen waren durchwegs auf hohem Niveau.

Die Tatsache, dass der Kongress zeitgleich mit thematisch verwandten Fachmessen stattgefunden hat, ist da vielleicht schon eher ein Grund. Eine Messe zu besuchen heißt immer einen dicht gedrängten Terminkalender zu haben. Wer also möglichst viele Aussteller besuchen will, ist wahrscheinlich nicht in der Stimmung sich mehrere Stunden in ein Kongress-Ambiente zu begeben.

Fazit

IoT, speziell in Österreich, ist immer noch ein wenig wie Sex unter Teenagern: Ganz viele reden darüber aber viel weniger machen es auch wirklich!

Für mich hat sich der Besuch jedenfalls gelohnt. Viele neue Kontakte wurden geknüpft, manche Vorträge haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das Catering war ein Aushängeschild österreichischer Gastlichkeit. Kongress-Herz, was willst Du mehr?

Naja, mehr Besucher halt, aber das sagte ich bereits!

Hier noch ein Link auf andere IoT-Themen auf diesem Blog.

IoT Forum CE am 16. und 17. Mai 2018

Ganz ehrlich, ich freue mich schon sehr auf das IoT Forum CE. Ob der Namenswechsel von Austria zu CE (Central Europe) eine leere Ankündigung bleibt oder doch der erste Schritt in Sachen Internationalisierung ist, wird sich zeigen. Zu wünschen wäre es diesem Event allemal.

Viele interessante Talks sind auf dem Programm und teilweise bis zu drei parallele Sessions zeigen, dass IoT ein wirklich breites Spektrum an Möglichkeiten bietet. Es gibt etwas über IoT in Entwicklungsländern zu lernen. Smart Cities dürfen ebensowenig fehlen. Und natürlich auch die Zukunftsthemen Smart Analytics, Cloud und Edge Computing.

Besonders freue ich mich aber, dass neben den oft recht plakativen Vorzeigeprojekten auch Real-World Themen angesprochen werden wie z.B. Lean Digitalisation, also wie geht man ein IoT-Projekt eigentlich an? Was ist ein realistischer Plan (sowohl in Sachen Budget als auch Zeitrahmen) für ein Pilotprojekt, ein Proof of Concept? Viel zu oft scheitern leider IoT-Projekte schon in diesem Stadium. Sehr schön, dass der Veranstalter auch diesen praxisgerechten Punkten Raum einräumt.

Das IoT-Forum und die zeitgleich stattfindenden Messen

Das IoT-Forum CE – https://www.iot-forum.at/

Die Messe C4I – Connectivity for Industry – https://www.c4i.at/de.html

Die Messe Smart Automation Austria – http://www.smart-wien.at/

Die Messe Intertool – http://www.intertool.at/

Fazit: IoT Forum CE, wir sehen uns! In der Zwischenzeit noch ein Link auf andere IoT-Themen auf diesem Blog.

Transportmechanismen im IoT

Wie im letzten Blogpost angekündigt (siehe Das geht dann irgendwie über das Netzwerk  ) möchte ich mich heute ein wenig den Transportmechanismen im IoT widmen.

„Das Internet“ gibt es in allerlei Ausprägungen wie z.B. ADSL oder WLAN-Funknetzwerke. Beiden gemeinsam ist jedoch die Tatsache, dass sie ursprünglich nicht für IoT-Anwendungen konzipiert wurden. Trotzdem erfreuen sie sich aufgrund der enormen Verbreitung hoher Beliebtheit.

Anforderungen an IoT-Netzwerke

Für die überwiegende Mehrzahl der klassischen IoT-Applikationen gelten folgende Anforderungen. Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. „Transportmechanismen im IoT“ weiterlesen

Das geht dann irgendwie über das Netzwerk

Eine klassische IoT Lösung besteht primär aus drei Komponenten, von denen eine oftmals nur mit „das geht dann irgendwie über das Netzwerk“ beschrieben und nicht weiter betrachtet wird. Dieser Blogpost soll sich deshalb genau mit diesem essentiellen Teil beschäftigen.

Aber immer der Reihe nach. Die drei wesentlichen Komponenten sind:

  1. Das IoT Edge-Device oder Feldbusgerät oder Field-Gateway o.ä. Dies ist jenes Stück Hardware (inkl. Edge-Software), das im Feld, also am Ort des Geschehens platziert ist.
  2. Eine Public oder auch Private Cloud. Hier landen die Daten um zentral gespeichert und weiterverarbeitet zu werden.
  3. Last but certainly not least:
    Das Netzwerk bzw. die Transportschicht zwischen dem IoT-Device und der Cloud. Und genau darum soll es heute gehen.
Viele Wege führen in die Cloud

„Das geht dann irgendwie über das Netzwerk“ weiterlesen

Azure IoT Edge ist ein Meilenstein für IoT Clouds

Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass IoT-Clouds ein höchst dynamischer Bereich sind, wo praktisch jede Woche einer der Anbieter neue Features vorstellt. Und nun behaupte ich: Das neue Microsoft Azure IoT Edge ist ein Meilenstein für IoT Clouds.

Stichwort Anbieter: Hier treffen Industriegiganten wie General Electric, Siemens oder auch Bosch auf Softwaregiganten wie Google, IBM oder Microsoft. Und man muss es den Software-Fuzzis einfach lassen: Was die in letzter Zeit in den Markt schießen, ist wirklich teilweise atemberaubend.

Der heutige Blogpost widmet sich der jüngsten IoT-Ankündigung von Microsoft namens:

Microsoft Azure IoT Edge

„Azure IoT Edge ist ein Meilenstein für IoT Clouds“ weiterlesen