Neue Infos zur Advanced Communication License für MS Teams

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich zum ersten Mal über eine neue Advanced Communication License für MS Teams berichet. Link auf Original-Artikel. Diese Info kam selbst für Insider völlig unerwartet und entsprechend aufgeregt war und sind sowohl Anbieter von Zusatzlösungen für MS Teams wie auch Verantwortliche bei den Nutzern von MS Teams. Die Situation ist nach einigen Wochen nun deutlich klarer, was aber nicht unbedingt gute Nachrichten sind.

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Digitale Transformation im Rekordtempo

Nachdem wir alle jahrelang über Digitale Transformation geredet haben, Bücher gelesen und Konferenzen besucht haben, hat uns COVID19 binnen weniger Wochen in eine neue Realtität katapultiert.
Ein Zitat beschreibt es perfekt:

„We’ve seen two years’ worth of digital transformation in two months.“

Microsoft CEO Satya Nadella

Präziser kann man es einfach nicht sagen, knapp und doch so aussagekräftig. Dieses Zitat stammt von Microsoft und fiel im Zuge eines Earning Calls im April 2020. (Quelle)

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Microsoft Advanced Communication Lizenz für MS Teams

Es war ja schon zu erwarten: Die Anbieter von Collaborations-Lösungen werden sich nach dem Corona-Hype und all den Gratis-Angeboten wieder dem Business widmen und Geld verdienen wollen. Was macht also der gewiefte Software-Anbieter? Ganz richtig: Man zaubert Neuerungen im Lizenzmodell aus dem Hut und die Großen beherrschen dieses Spiel am besten. Microsoft hat gestern überraschend eine Microsoft Advanced Communication Lizenz für MS Teams präsentiert. Was aber steckt dahinter?

One Stop Shop Microsoft 365

Die bisherige Strategie von Microsoft ist es, möglichst alles, was der Knowledge Worker von heute an IT Werkzeugen braucht, in einem Paket anzubieten. Und der Erfolg gibt ihnen recht. Während die Google Suite weiterhin im Startup-Segment und bei den „Nerds“ erfolgreich ist, landet Microsoft die wirklich großen Deals. Microsoft 365, früher als Office 365 bekannt, hat die Business-Welt im Sturm erobert. Ab ca. 15 Euro pro User pro Monat gibt es zusätzlich zu allen bekannten Office365 Tools auf Wunsch auch jede Menge Enterprise Features inkl. einer vollwertigen VOIP-Telefonanlage. In anderen Worten: Wer bisher die teuerste Enterprice E5 Lizenz um ca. 52 Euro hatte, hatte defacto „alles“.

Extra Kosten oder echter Mehrwert?

MS Teams erlebte Corona-bedingt in den letzten Monaten unfassbare Zuwachsraten, war es doch einer DER Enabler für das Homeoffice, für das neue dezentrale Arbeiten, von dem viele behaupten, dass es unsere Arbeitswelt während und auch nach Corona nachhaltig verändert wird.
Man muss auch ehrlich sagen, dass MS Teams ein Feuerwerk an neuen Features erhalten hat und Microsoft 365 Kunde erhielten dies alles im Rahmen der bestehenden Lizenzen frei Haus geliefert. Dank massiv erweiterter APIs stehen nun auch jede Menge Zusatzlösungen von MS Partnern zur Verfügung.
Die Versuchung war also sehr groß, dass Microsoft sich all das speziell bei den großen Firmen ein wenig extra abgelten lassen will.
Microsoft Advanced Communication Lizenz für MS Teams heißt das neue Ding und wurde erstmals recht beiläufig auf der gerade laufenden MS INSPIRE 2020 Virtual Show erwähnt.

Die Advanced Communication License for MS Teams ist eine ZUSÄTZLICHE Lizenz zur M365 E5 Lizenz und kostet ersten Informationen nach ca. USD 12 pro User pro Monat. Dies ist für ein Add-On durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, dass das riesige M365 Universum sonst „nur“ Eur 52,- kostet.

Was ist in der Microsoft Advanced Communication Lizenz für MS Teams enthalten?

Die Informationen sind noch recht spärlich und es gibt noch keine finale Aussage. Dies ist insofern bemerkenswert wenn man bedenkt, dass die Lizenz schon ab 1.August verfügbar sein soll!
Es werden primär folgende drei Bereiche genannt:

  1. Extra-Large meetings
    In den vergangenen Monaten wurden die Limits für die maximale Anzahl an Mitgliedern von Teams bzw. von Team-Audio/Video-Konferenzen kontinuierlich nach oben geschraubt. Gut möglich also, dass es schon sehr bald Riesen-Meetings nur für Extra-Zahler geben wird.
  2. Custom lobby controls & extended lobby features
    Speziell in Großunternehmen gibt es häufig ganz spezielle Workflows, wer an Meetings teilnehmen darf und wann und warum. Neue Features wie Break-Out Rooms u.ä. ermöglichen ganze virtuelle Konferenzen und sind VIEL mehr als nur ein Videochat mit ein paar Kollegen. Oder Anwendungen im Bereich Telemedizin, wo z.B. ein Video-Call nur ein Teil einer „digitalen Visite“ ist.
    Microsoft hat hier viele APIs für Partner-Entwicklungen vorgestellt; es entstehen gerade jede Menge vertical market solutions. Diese Extra-Lizenz könnte daher den Zugriff zu diesen APIs ermöglichen.
  3. Compliance / policy call recording
    Nicht nur börsennotierte Unternehmen müssen in Zeiten von zunehmend strengerer Compliance-Richtlinien alles dokumentieren. Call Recording, also die Aufzeichnung (und nachfolgende Möglichkeit der automatisierten Analyse/Auswertung!) ist ein heißes Thema. Auch hier gibt es viele Partnerlösungen.

Wie sind die konkreten Auswirkungen?

Wie schon oben erwähnt, ist diese Microsoft Advanced Communication Lizenz für MS Teams eine Zusatz für die E5 Enterprise Lizenz. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass dies große Auswirkungen auf jene M365 User haben wird, die aktuell mit anderen (und günstigeren) Lizenzen das Auslangen finden.

Für die wirklich dicken Fische, welche aufbauend auf Microsoft Technologien ganz eigene Lösungen entwickeln, kann diese Neuerung allerdings durchaus empfindliche Mehrkosten bedeuten. Speziell dann, wenn wie angedeutet, dies mit dem Zugriff auf die MS Graph API verbunden ist. Diese ist defacto das technologische Rückgrat des ganzen M365 Universums und Basis für ganz viele Innovationen. Und überall ist irgendwo MS Teams im Spiel.

Oder doch ganz anders?

Ich darf noch einmal auf den Namen hinweisen:
Microsoft Advanced Communication Lizenz für MS Teams
Weil diese Lizenz auf der Inspire Konferenz im Kontext mit Teams genannt wurde, denken aktuell wahrscheinlich alle, dass mit „communication“ hier ChatAudio/Video, d.h. menschliche Kommunikation gemeint ist.
Was aber, wenn hier die Kommunikation von unterschiedlichen Software-Teilen wie eben in der MS Graph-API gemeint ist?
Dann meine lieben Leser, hat sich Microsoft gerade die Türe ganz weit aufgemacht, viele künftige Features schon sehr bald nur mehr gegen extra Münzen zugänglich zu machen. Man kann nur hoffen, dass Microsoft schon sehr bald hier klar kommuniziert; das Partner-Ökosystem wird es ihnen danken.
Wie immer freue ich mich auf Ihr Feedback und Ihre Kommentare hier oder in den sozialen Netzwerken.

Medientechnik in der COVID19-Krise

Ist Audio/Video wirklich schon alles, womit Medientechnik in der COVID19-Krise den Betrieb von Unternehmen unterstützen kann?

Kaum jemals zuvor wurde so viel über AV-Medientechnik gesprochen. Homeoffice, Video-Meetings oder auch Webinare. Aber ist Audio/Video wirklich schon alles, womit Medientechnik in der COVID19-Krise den Betrieb von Unternehmen unterstützen kann? Es mag Sie verehrte Leser überraschen, aber da geht noch mehr. Wir müssen nur ein wenig kreativ sein; thinking outside the box wie das die Amerikaner nennen. Nachfolgend ein paar ungewöhnliche aber absolut realistische Applikationen.

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Ihr Meetingraum klingt schlecht?

Das Dilemma ist altbekannt. Von allen Seiten hört man es:

„Unser Meetingraum klingt schlecht!“

Während früher damit ausschließlich der Sound im Raum selbst gemeint war, beschweren sich heutzutage, also im Zeitalter von Unified Communication und Videokonferenz, meist die Gegenstellen über schlechte Audioqualität. Ein ähnliches Problem sind auch Recordings (Mitschnitte), welche nicht nur zwecks nützlicher Dokumentation angefertigt werden, sondern in vielen Unternehmen schlicht gesetzliche Pflicht sind.

Woran liegt es also, dass wir zwar schon seit Jahrzehnten den Weltraum erobern, aber oftmals nicht einmal unseren CEO verstehen, wenn er per Videokonferenz zugeschalten ist? „Ihr Meetingraum klingt schlecht?“ weiterlesen

Die fünf Stufen zum Unified Communication Tantra

Im nachfolgenden Artikel werden die fünf Stufen zum Unified Communication Tantra und die Reise dorthin beschrieben.

Was ist Unified Communication?

Wer auf der Suche nach seitenlangen Erklärungen für diesen Begriff ist, wird wie fast immer auch bei Wikipedia hier fündig. Wenn Sie es lieber kurz und knackig lieben, dann nachfolgend meine Definition:

Unified Communication, also zu Deutsch „vereinheitlichte Kommunikation“ ist das Bestreben, alle Formen der elektronischen Kommunikation unter ein gemeinsames Dach zu bekommen.

Also ähnliche aber traditionell unabhängige Systeme wie Email, Instant Messaging, Videokonferenz, Presence, Screen Sharing, etc. in einem gemeinsamen System zu vereinen. Natürlich soll dieses eine System auf allen Endgeräten lauffähig sein, die der einzelne User oder die Usergruppen verwenden.

Anstatt wie oft auf diesem Blog soll es diesmal aber nicht um die Technologie gehen, sondern das Thema soll vielmehr aus Organisationssicht betrachtet werden; frei nach dem Motto: Wo steht (m)ein Unternehmen? Welche Stufen haben wir schon erklommen und was liegt vor uns?

Aktuelle Entwicklungen und ein paar Zahlen

Folgende Fakten sind vielleicht schon einzeln bekannt, wenn man diese jedoch geballt auf einem Blick sieht, verdeutlicht sich das Thema doch sehr:

  • Collaboration Tools verdrängen zunehmend herkömmliche Telefonnebenstellen-Anlage in großen Unternehmen
  • Schon mehr als 40% aller Telefonate innerhalb eines Unternehmens sind Confcalls. Diese Zahl steigt weiter rasant an; das herkömmliche 1:1 interne Telefonat stirbt aus
  • 75% der User verwenden drei oder mehr verschiedene Geräte
  • Die Mehrzahl der großen Unternehmen haben zusätzlich zu zwei oder mehr unterschiedlichen Unified Communication Plattformen noch mehrere Fabrikate von klassischen Telefonanlagen im Einsatz. Man ist also von „Unified“ meilenweit entfernt!
  • Weniger als 50% der eigentlich im Unternehmen vorhandenen UC-Lizenzen sind bei den Users ausgerollt; noch weniger sind im aktiven Gebrauch! (Stichwort: MS Office 365 E3/5 Abo)
  • Als die drei Top-Hindernisse für den verstärkten Einsatz und die Zentralisierung von UC gelten: Politik, Business Case und das IT-Netzwerk.

Quelle: Wainhouse Research 2016 nach Befragung bei IT-Entscheidern

Die fünf Stufen

Wo stehen nun die einzelnen Unternehmen? Nachfolgend die fünf Stufen zum Unified Communication Tantra.

Stufe 1: Das Unternehmen mit den vielen Silos

Organisationen auf dieser Stufe haben meist mehrere, teils sogar noch analoge Telefonanlagen; oft sogar von verschiedenen Herstellern. Wenn Collaborations-Tools eingesetzt werden, dann wurden diese abteilungsweise bzw. projektbezogen beschafft. Klassische Beispiele sind hier Cisco Webex oder Teamviewer, die „irgendwann“ einfach da waren.
Collaboration ist noch keine stratgische Angelegenheit im Unternehmen und wird daher nur punktuell eingesetzt. Dazu passt auch, dass das Information Sharing noch nicht in der Unternehmenskultur angekommen ist; ganz im Gegenteil ist das Horten und „Verstecken“ von Informationen gang und gäbe.

Stufe 2: Das Unternehmen der verbesserten Kommunikation

Hier öffnet die Standardisierung auf leistungsfähige IP-Netzwerke die Türen für den vermehrten Einsatz von Collaboration. IM Instant Messaging Systeme kommen vermehrt und gesamtheitlich zum Einsatz und das Prinzip der Presence verändert die Kommunikation. Die Anzahl der Emails geht wie von Geisterhand zurück.
Die Qualität und die Quantität der Zusammenarbeit steigt, alles hat aber noch einen Touch von „die da oben wollen, dass wir so arbeiten“. Early Adaptors erkennen jedoch schon den Wert und setzen vermehrt auf die neuen Tools.

Stufe 3: Das integrierte Unternehmen

Die einzelnen Kommunikations-Silo werden zunehmend verbunden, alles wächst zusammen. Klassische Beispiele sind SIP-Anbindung von Videokonferenz-Systemen, damit man mit der hochwertigen Audiotechnik der VideoKonf auch an Telefonkonferenzen teilnehmen kann oder auch die Anbindung der Instant Messaging Plattformen wie MS Lync an die Telefonanlage. Jetzt sieht der Benutzer schon vor dem Wählen ob der Anzurufende besetzt ist oder auf Urlaub.
In Sachen Kulturwandel erkennt man den wirtschaftlichen Vorteil vereinfachter und effizienterer Kommunikation. Die ehemaligen Early Adaptors werden zu Business Champions und beweisen die Richtigkeit durch überprüfbar verbesserte Ergebnisse. Es läuft!

Stufe 4: Das Unified Enterprise

Das gesamte Unternehmen standardisiert auf eine einzelne Plattform für Instant Messaging, Presence, Audio, Video und Web Collaboration. Klassische Telefonie findet praktisch nur mehr wie Mobilfunk stark, wobei auch hier die Mehrzahl der Gespräche schon über den UC Client statt über GSM stattfindet.
Die Art und Weise, wie kommuniziert und kollaboriert wird, ist ein zentrales Unterscheidungsmerkmal des Unternehmens im Vergleich zum Mitbewerb. Der Fokus der Unternehmensleitung liegt primär auf der weiteren Verbesserung der Produktivität. Das darf durchaus auch etwas kosten, denn die Richtigkeit der Strategie ist längst bewiesen. Die einzelnen Mitarbeiter fühlen sich stark genug, aktiv Verbesserungen vorzuschlagen und beschleunigen so die Transformation im Unternehmen. Bestands-Systeme werden nach und nach abgelöst oder werden in DIE Plattform eingebunden. Dank SDKs und APIs ist dies auch in vertretbarem Zeit- und Kostenrahmen möglich.

Stufe 5: Die vollkommen transformierte Organisation

Es gibt eine allgegenwärtige UC Plattform, welche auf Mobiltelefonen ebenso läuft wie auf Brainstorming-Screens bei der Kaffeemaschine. Diese unterstützt jedwede Form von Kommunikation: Audio, Video, Whiteboarding, Application Sharing, etc.
Es entstehen sogenannte  CEBP = Communications-Enabled Business Processes, welche herkömmliche manuelle Workflows vollständig ablösen und die Arbeit grundlegend verändern.
Ergebnisse sind signifikant erhöhte Agilität im Inneren des Unternehmens und eine massiv gesteigerte Customer Experience nach außen. Zufriedenere Mitarbeiter sind nur eine der positiven Auswirkungen.

Willkommen im Tantra-Himmel der Unified Communication!

Das Unternehmen ist am Ziel der Transformation angekommen, wird aber weiterhin kontinuierlich nach neuen Entwicklungen Ausschau halten. Aufgrund der gemachten Erfahrungen kann man diese Neuheiten auch besser einschätzen im Vergleich zu jenen Unternehmen, welche noch auf den unteren Stufen primär mit sich selbst und den Tücken der Implementierung beschäftigt sind.
Sicherlich vergessen Unternehmen auf der höchsten Stufe keinesfalls, mit geeignetem Monitoring und Metriken die Effektivität der UC-Werkzeuge zu dokumentieren.

Und wo stehen die Unternehmen aktuell?

Laut Aussage namhafter Consulter, welche natürlich auch viele Kunden befragt haben, scheinen die meisten großen US-Unternehmen so ungefähr zwischen Stufe zwei und drei zu sein. Die übliche Technologie-Latenz von ein paar Jahren und die durchschnittlich kleinere Unternehmensgröße bedenkend, scheinen die allermeisten europäischen Firmen daher eher auf Stufe 1 bis 2 zu finden sein. Wie immer gibt es auch hier eine Normalverteilung nach Carl Friedrich Gauß, d.h. während die allermeisten auf Stufe 1 oder 2 sind, gibt es natürlich auch Euro-Champions ganz oben auf 5 oder 5. Aber natürlich auch solche, bei denen der Prozess noch gar nicht begonnen hat.

Selbstredend kann man davon ausgehen, dass die verbesserte Effektivität und Effizienz der Unternehmen auf den höheren Stufen einen massiven Marktdruck ausübt und somit Mitbewerber zum Handeln zwingt. Dank Themen wie Cloud-based UC as a Service und verbesserter Usability der Produkte spricht zumindest aus technischer Sicht nichts gegen diese Entwicklung.

Der geschätzte Leser wird an dieser Stelle aber schon längst erkannt haben, dass diese Reise ins Land des UC-Tantras nicht primär eine Sache der Technologie ist. Ich erlaube mir, nochmals an den Beginn des Artikels zu verweisen: Das allergrößte Hindernis wird in der „Firmen-Politik“ gesehen! Hier sind ganz klar die CIOs und CEOs gefordert.

Epilog

Die Inspiration zu diesem Artikel
Die fünf Stufen zum Unified Communication Tantra
und dessen Grundgerüst lieferte ein Webinar der von mir hochgeschätzten US-Consulting-Firma  Wainhouse Research, welches von Tata Communication gesponsert wurde.

Wie immer freue ich mich auf Ihre Kommentare und Feedbacks in den sozialen Netzen.

Kommunikation 4.0 im Unternehmen

Wer diesen Blog regelmäßig liest oder mich persönlich kennt, der weiß schon, dass ich immer auf der Ausschau nach „Waffenbrüdern“ bin, also Kollegen mit ähnlichen Zielen und Ansichten. Heute möchte ich eine der wohl interessantesten Keynotes zum Thema Kommunikation 4.0 im Unternehmen in Deutscher Sprache verlinken.

Nachfolgend ein ca. 40 Minuten langes Video einer Keynote, welche anlässlich der AV Solution Partner Roadshow gehalten wure. Sie erinnern sich vielleicht, dass auch ich schon eine Keynote für eine Roadshow dieser Vereinigung halten durfte (Link und Link).

Und nun ohne viel Verzögerung; lauschen Sie diesem wirklich interessanten Vortrag von Detlef Artlet, dem CEO von aixwox, einem Consultingunternehmen aus Deutschland.

YouTube-Video zum Thema Kommunikation 4.0

Persönliches Fazit

Abgesehen von den gut ausgewählten Videos faszinierte mich, mit welcher Geschwindigkeit sich die Technik und damit die Anforderungen weiterentwickeln. Wenn der Vortragende vom ISDN-Bildtelefon und der Pre-Smartphone-Zeit sprach, so klang das wie aus dem Geschichte-Unterricht, obwohl es doch gerade einmal ca. 10 Jahre her ist. Und wer jetzt meint, dass 10 Jahre ja ohnehin eine Ewigkeit sind, dann erlaube ich mir, daran zu erinnern, dass eine solche Zeitspanne kürzer als die durchschnittliche Lebensdauer der Büroeinrichtung ist! In anderen Worten: Es ist wahrscheinlich nicht das Beharrungsmoment der Menschen, die Innovation erschwert, sondern vielmehr die Trägheit seiner Immobilie bzw. deren Einrichtung. Dies nur so als Gedankenanstoß für die Verantwortlichen des Facility Managements.

Wenn auch Sie dieses Video inspiriert hat, über die Kommunikation im allgemeinen und die Medientechnik im Speziellen nachzudenken, so stehe ich gerne als Ihr Gesprächspartner zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme und wünsche noch einen wunderschönen Sommer.

Das Ende des HDMI-Kabels?

Jahrelang, man möchte schon fast sagen jahrzehntelang, war eines der zentralsten Dinge eines Meetingsraums jenes Kabel, das meist unschön mitten auf dem Tisch lag oder manchmal auch lieblos auf dem Boden. Können wir aber schon das Ende des HDMI-Kabels ausrufen?

Die Rede ist vom Anschlusskabel für die mitgebrachten Notebooks in den jeweils aktuellen Technologien. Anfangs VGA, danach HDMI und manchmal auch Display Port. Oft zu kurz, manchmal auch ohne den gerade nötigen Adapter und leider auch ab und an auch komplett verschwunden, weil vom Vornutzer des Raumes „versehentlich“ eingesteckt.
So ganz nebenbei: Das hätte nicht sein müssen, da es jede Menge cleverer Lösungen gibt, wie man diese Kabel sichert. Darum soll es aber heute nicht gehen, sondern vielmehr um eine viel essentiellere Frage:

Warum brauchen wird dieses Stück Un-Technik in Form eines Kabels also überhaupt noch? „Das Ende des HDMI-Kabels?“ weiterlesen