Microsofts Vision von IoT im Gebäude

Microsoft IoT

Ein der Schwerpunkte dieses Blogs behandelt Möglichkeiten, wie Gebäude effizienter genutzt werden können. Wichtig ist mir immer die unmittelbare Anwendbarkeit. Was wird aber die Zukunft bringen? Im Microsoft IT Showcase lässt die hauseigenene IT-Abteilung tief in die eigenen Ideen in Sachen Microsofts Vision von IoT im Gebäude blicken. Wobei Vision vielleicht sogar ein wenig irreführend ist, denn es handelt sich um ein real durchgeführtes Projekt, welches schon bald flächendeckend ausgerollt werden soll.

Microsofts Vision von IoT im Gebäude

Das nachfolgende Video zeigt Microsofts Vision von IoT im Gebäude und ist meiner Meinung nach schlichtweg beeindruckend!

Mittels preisgünstiger Minirechner vom Typ Raspberry Pi2 und dem Betriebssystem Microsoft Windows 10 IoT Core inkl. Cloudanbindung an  MS Azure IoT Suite wurden jeweils pro Raum bzw. Bereich folgende Parameter gemessen: Temperatur, Lautstärke, Präsenz und Licht.

Neben ziemlich beindruckenden Heatmaps, welche Veränderungen der Parameter innerhalb eines Tages anzeigen und so Trends super übersichtlich visualisieren, sind es die vielen Feinheiten, welche man erst beim genauen Studium des Videos erkennen kann.

Versteckte Features

Folgende kleinen aber feinen Features sind mir besonders aufgefallen:

  • Neben der Raumverfügbarkeit in Rot für besetzt und Grün für frei gibt es auch Gelb für „reserviert aber nicht besetzt“ also das klassische No-Show. Wirklich interessant ist aber die Anzeige, die aufgrund statistischer Daten (Hello BigData!) folgendes vermeldet: „Es besteht 85% Chance, dass einer der drei No-Show-Räume auch wirklich frei bleibt!“
    Dieser Parameter kann extrem hilfreich sein um beispielsweise den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen, nach welcher Wartezeit eine Reservierung aufgrund von No-Show annuliert wird.
  • Durch die Aufzeichnung der Lautstärke in den Räumen können mittels Voraussagemodellen Empfehlungen gegeben werden, wo Mitarbeiter besonders ruhige Arbeitsplätze vorfinden können.
  • Die Heatmaps der Präsenzmelder zeigen deutlich auf, welche Bereiche weniger genutzt werden. Hier kann zielgerichtet nach den Ursachen geforscht werden, warum Mitarbeiter manche Bereiche meiden. Ein äußerst wertvoller Beitrag zur Optimierung.
  • Durch die sehr hohe Dichte an Temperatursensoren können Klima und Heizung viel genauer eingestellt werden.  Gleiches gilt natürlich auch für die Beleuchtung wo große Einsparungspotentiale durch Tageslichtregelung erzielbar sind.
  • Durch die Ortung der Personen bzw. deren Geräte über das WiFi-Netzwerk sehen die Mitarbeiter, welcher Kollege in der Nähe ist. Damit wird das persönliche Gespräch gefördert, das bei aller Technologie noch immer die beste Form der Kommunikation ist. Die Mitarbeiter können aber frei entscheiden, ob sie lieber „unsichtbar“ bleiben und ihren Standort lieber nicht freigeben.
  • Nicht zuletzt liefern die Sensoren einen Beitrag zur Sicherheit zum Bruchteil der Kosten einer durchgängigen Videoüberwachung.
Fazit

Der Microsoft Sprecher fasst es selbst wunderbar zusammen:

Das Unternehmen hat eine neue Plattform für bessere Entscheidungen und die Mitarbeiter haben neue Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität.

Der Ausblick aus Sicht von Microsoft:

  • Smart Buildings, die sich dem Benutzer bzw. der Nutzung anpassen und damit optimieren
  • Meetingräume, die den Nutzer erkennen und automatisch z.B. die vorbereitete Präsentation aus der Cloud holen und anzeigen
  • Einfachere Nutzung des Gebäudes, weil es den Nutzer aktiv begleitet, sei es den Weg von der Garage zum gebuchten Raum zu finden oder auch beim Verlassen wieder alles automatisch abzuschalten.

All-in-all ein absolut beeindruckendes Video aus dem Hause Microsoft. Es zeigt nicht irgendwelche Science Fiction Häuser sondern die clevere Anwendung von topaktuellen Technologien. Die Cloud, IoT und clevere Sensoren arbeiten zusammen und bringen einen echten Mehrwert. WOW!

Nicht nur aus purer Neugierde werde ich versuchen mehr über diese Arbeitsgruppe und Microsofts Vision von IoT im Gebäude zu erfahren.

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