Das Ende des HDMI-Kabels?

Jahrelang, man möchte schon fast sagen jahrzehntelang, war eines der zentralsten Dinge eines Meetingsraums jenes Kabel, das meist unschön mitten auf dem Tisch lag oder manchmal auch lieblos auf dem Boden. Können wir aber schon das Ende des HDMI-Kabels ausrufen?

Die Rede ist vom Anschlusskabel für die mitgebrachten Notebooks in den jeweils aktuellen Technologien. Anfangs VGA, danach HDMI und manchmal auch Display Port. Oft zu kurz, manchmal auch ohne den gerade nötigen Adapter und leider auch ab und an auch komplett verschwunden, weil vom Vornutzer des Raumes „versehentlich“ eingesteckt.
So ganz nebenbei: Das hätte nicht sein müssen, da es jede Menge cleverer Lösungen gibt, wie man diese Kabel sichert. Darum soll es aber heute nicht gehen, sondern vielmehr um eine viel essentiellere Frage:

Warum brauchen wird dieses Stück Un-Technik in Form eines Kabels also überhaupt noch?

Kabel-Alternativen

Wenn Sie die letzten Jahre der AV-Technik nicht komplett verschlafen haben, dann kennen Sie sicher die eine oder andere Alternative:

  1. Herstellerunabhängige Standards
    Ja, es gibt Apple Airplay und auch Miracast, aber nur die allerwenigsten Profis setzen diese Consumertechnik auch wirklich im professionellen Umfeld ein. Apple Airplay braucht umfangreiche Zuwendung in Sachen Netzwerk und Firewalls, Miracast hingegeben haftet der kleine Mangel an, dass die Zuverlässigkeit im Alltagsbetrieb nur in den allerseltensten Fällen wirklich gegeben ist. Der Schreiber dieser Zeilen gesteht gerne, dass er mehr Erfolg beim Lotto spielen hatte als bei der Miracast-Verbindung des Notebooks an den Projektor.
  2. Herstellerspezifische Lösungen
    Derer gibt es viele: Von Barco Clickshare über Kramer Via, Crestron Airmedia und noch ganz viele andere tummeln sich auf dem Markt. Die Bandbreite ist groß, von total unbrauchbar bis wirklich professionell.

Aber seien wir uns ehrlich: So richtig innovativ ist das alles nicht, oder?

Während die traditionellen Anbieter von AV-Infrastruktur offensichtlich nicht anders können als ein Stück Hardware mit einem anderen zu ersetzen gehen andere Hersteller einen komplett anderen Weg. Ohne viel Trara hat CISCO in deren SPARK Plattform per Update eine absolut überzeugende Lösung eingeführt.

Das Ende des HDMI-Kabels?

Es könnte nicht einfacher sein: Sie wandern mit Ihrem Laptop (Windows oder MacOS), auf dem die CISCO SPARK App installiert ist, einfach in den Meetingraum. Keine Tasten drücken, keinen Code eingeben, nichts ist zu tun! Sobald man die Spark-App öffnet, sieht man ein neues Icon mit dem Namen des Spark Raumes bzw. des Endpunktes (CISCO Videoconference Codec oder Sparkboard). Drückt man dieses Icon wird der Bildschirminhalt auf den großen Bildschirm gespiegelt. Dies funktioniert natürlich unabhängig davon, ob man in einer Spark-Session, einem WebEx-Call oder „nur“ im Local-Mode ist.

Wie funktioniert’s?

Zauberwerk? Hexen? Nein, keines von alledem, sondern die konsequente Nutzung von cleveren Technologien:

  1. Es funktioniert mit jedem Notebook, das Zugriff auf das Internet hat. Egal ob per Gäste-WLAN, über das Netzwerkkabel des Firmennetzwerks auf dem Tisch oder auch über das GSM/LTE-Datenzäpfchen aus der Notebooktasche! Keine komplizierten Firewalls, keine spezielle Netzwerk-Konfiguration, keine Insel-WLANs, nichts außer einem Zugang zum Internet. Cloud-Technologie vom Feinsten!
  2. Es funktioniert mit jedem Spark-enabled Notebook in jedem CISCO-powered Meetingraum. Es ist also keine Bedingung, dass das Notebook und der SPARK Endpunkt im gleichen Unternehmen registriert sind; auch Gäste sind jederzeit willkommen.
    Da der Basis-Zugang zu Cisco Spark für jeden nach kurzer Registrierung kostenlos verfügbar ist (und so ganz nebenbei einen kostenlosen WEBEX-Account mitliefert!), also keine Zugangshürde.
  3. Bitte nicht glauben, dass die Spark-App somit eine „Präsentations-App“ ist, wie sie viele z.B. Projektor-Hersteller für Ihre Produkte anbieten. Spark ist wie MS Lync/Skype for Business oder MS Skype eine Applikation für Meetings mit Chat, Audio- und Videokonferenz und Screen Sharing. Mit dem einzigen Unterschied, dass eben die Magie startet, sobald man in einen Raum mit Cisco-Spark Endpunkt betritt.
  4. Go there to show there
    Unter diesem Ausdruck kann man den Wunsch praktisch aller User zusammenfassen, die sicherstellen MÜSSEN, dass man den Screen auch nur exakt in dem Raum präsentiert, in dem man sich auch befindet. Keinesfalls soll durch einen versehentlichen falschen Klick die Präsentation in einem anderen Raum landen! Und hier klärt sich auch die Frage auf, wie Cisco denn das macht. ULTRASCHALL ist das Zauberwort! Mit der Ultrasonic Proximity Technology unterhalten sich das Notebook und der Cisco Endpunkt für Menschen unhörbar und absolut sicher. Dieser Ultraschall-Ton dringt garantiert nicht durch Wände und selbst in einem Open Space Bereich ist die Reichweite mit ein paar Metern begrenzt.
Fazit

Ob das Projektorkabel nun schon jetzt in den Ruhestand geschickt werden kann wie es Cisco mit dem Slogan „R.I.P Conference Room Projector Cable“ vermeldet, will ich nicht beurteilen. Aus eigener Erfahrung aber weiß ich, dass es wirklich erstaunlich problemlos funktioniert und ich in Meetings mit entsprechend ausgestatteten Räumen wirklich nicht einen einzigen Gedanken an die Suche nach dem Kabel verschwendet habe. Dass das Ganze auch für größere Rollouts skaliert und jeder Sicherheitsüberprüfung standhält, darf bei einem Anbieter wie Cisco mit seinen globalen Kunden vorausgesetzt werden.

SO MUSS TECHNIK

ist zwar © by SATURN aber irgendwie passt es hier.

Bleibt die Frage, wann endlich die AV-Hersteller beginnen, Technik derart smart anzuwenden und damit echten Nutzen und Erleichterung für den Nutzer schaffen. Was meinen Sie?

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