Microsoft Advanced Communication Lizenz für MS Teams

Es war ja schon zu erwarten: Die Anbieter von Collaborations-Lösungen werden sich nach dem Corona-Hype und all den Gratis-Angeboten wieder dem Business widmen und Geld verdienen wollen. Was macht also der gewiefte Software-Anbieter? Ganz richtig: Man zaubert Neuerungen im Lizenzmodell aus dem Hut und die Großen beherrschen dieses Spiel am besten. Microsoft hat gestern überraschend eine Microsoft Advanced Communication Lizenz für MS Teams präsentiert. Was aber steckt dahinter?

One Stop Shop Microsoft 365

Die bisherige Strategie von Microsoft ist es, möglichst alles, was der Knowledge Worker von heute an IT Werkzeugen braucht, in einem Paket anzubieten. Und der Erfolg gibt ihnen recht. Während die Google Suite weiterhin im Startup-Segment und bei den „Nerds“ erfolgreich ist, landet Microsoft die wirklich großen Deals. Microsoft 365, früher als Office 365 bekannt, hat die Business-Welt im Sturm erobert. Ab ca. 15 Euro pro User pro Monat gibt es zusätzlich zu allen bekannten Office365 Tools auf Wunsch auch jede Menge Enterprise Features inkl. einer vollwertigen VOIP-Telefonanlage. In anderen Worten: Wer bisher die teuerste Enterprice E5 Lizenz um ca. 52 Euro hatte, hatte defacto „alles“.

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Medientechnik in der COVID19-Krise

Ist Audio/Video wirklich schon alles, womit Medientechnik in der COVID19-Krise den Betrieb von Unternehmen unterstützen kann?

Kaum jemals zuvor wurde so viel über AV-Medientechnik gesprochen. Homeoffice, Video-Meetings oder auch Webinare. Aber ist Audio/Video wirklich schon alles, womit Medientechnik in der COVID19-Krise den Betrieb von Unternehmen unterstützen kann? Es mag Sie verehrte Leser überraschen, aber da geht noch mehr. Wir müssen nur ein wenig kreativ sein; thinking outside the box wie das die Amerikaner nennen. Nachfolgend ein paar ungewöhnliche aber absolut realistische Applikationen.

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Nach BYOD kommt BNBY

BYOD ist nun schon wieder einige Jahre her. Was wohl danach kommt? Wie wäre es damit:
Nach BYOD kommt BNBY!
Noch nie davon gehört? Gut möglich, aber vielleicht arbeiten Sie sogar schon nach dem BNBY Prinzip ohne es zu wissen.

BYOD oder die Idee des mobilen Office

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Amazon Neuheiten bei der AWS IoT Cloud

Die AWS Cloud von Amazon ist zweifellos eine der ganz großen IoT-Global Player. Gemeinsam mit Microsofts Azure Cloud zählt AWS mit Sicherheit auch zu den wichtigsten Innovationstreibern . Zurecht durfte man also gespannt sein, was es von der jährlichen Konferenz re:invent 2018 in Sachen Amazon Neuheiten bei der AWS IoT Cloud zu berichten gibt.

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Transportmechanismen im IoT

Wie im letzten Blogpost angekündigt (siehe Das geht dann irgendwie über das Netzwerk  ) möchte ich mich heute ein wenig den Transportmechanismen im IoT widmen.

„Das Internet“ gibt es in allerlei Ausprägungen wie z.B. ADSL oder WLAN-Funknetzwerke. Beiden gemeinsam ist jedoch die Tatsache, dass sie ursprünglich nicht für IoT-Anwendungen konzipiert wurden. Trotzdem erfreuen sie sich aufgrund der enormen Verbreitung hoher Beliebtheit.

Anforderungen an IoT-Netzwerke

Für die überwiegende Mehrzahl der klassischen IoT-Applikationen gelten folgende Anforderungen. Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. „Transportmechanismen im IoT“ weiterlesen

Das geht dann irgendwie über das Netzwerk

Eine klassische IoT Lösung besteht primär aus drei Komponenten, von denen eine oftmals nur mit „das geht dann irgendwie über das Netzwerk“ beschrieben und nicht weiter betrachtet wird. Dieser Blogpost soll sich deshalb genau mit diesem essentiellen Teil beschäftigen.

Aber immer der Reihe nach. Die drei wesentlichen Komponenten sind:

  1. Das IoT Edge-Device oder Feldbusgerät oder Field-Gateway o.ä. Dies ist jenes Stück Hardware (inkl. Edge-Software), das im Feld, also am Ort des Geschehens platziert ist.
  2. Eine Public oder auch Private Cloud. Hier landen die Daten um zentral gespeichert und weiterverarbeitet zu werden.
  3. Last but certainly not least:
    Das Netzwerk bzw. die Transportschicht zwischen dem IoT-Device und der Cloud. Und genau darum soll es heute gehen.
Viele Wege führen in die Cloud

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Azure IoT Edge ist ein Meilenstein für IoT Clouds

Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass IoT-Clouds ein höchst dynamischer Bereich sind, wo praktisch jede Woche einer der Anbieter neue Features vorstellt. Und nun behaupte ich: Das neue Microsoft Azure IoT Edge ist ein Meilenstein für IoT Clouds.

Stichwort Anbieter: Hier treffen Industriegiganten wie General Electric, Siemens oder auch Bosch auf Softwaregiganten wie Google, IBM oder Microsoft. Und man muss es den Software-Fuzzis einfach lassen: Was die in letzter Zeit in den Markt schießen, ist wirklich teilweise atemberaubend.

Der heutige Blogpost widmet sich der jüngsten IoT-Ankündigung von Microsoft namens:

Microsoft Azure IoT Edge

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Logitech hat keine Ahnung vom Smart Home

Sorry, ich kann die heute durch viele Medien gegangene Ankündigung nur so interpretieren: Logitech hat keine Ahnung vom Smart Home.

Dass Logitech die für die Funktion der Harmony Link nötige Cloud-Infrastruktur mit März 2018 abdreht, ist wieder einmal ein trauriger Beweis dafür, wie wenig die klassischen Consumer-Electronic Hersteller vom Thema WOHNEN, HAUS & Co verstehen.

Neben diversen technischen Gründen war eines der Argumente ganz besonders dreist:

Man fand zuwenige Kunden und daher lohnt es sich nicht, die Plattform weiter bereitzustellen!

Naja, zumindest sind sie ehrlich, liegen aber trotzdem grundfalsch! Die Kunden haben für den Betrieb dieser Plattform NICHTS bezahlt, es konnte sich also so oder so niemals lohnen! (siehe unten)

Bauchfleck mit Anlauf

Sorry, war damit nicht von Anfang an zu rechnen? Irgendwie logisch, oder nicht?
Immer der Reihe nach:

  1. Da verkauft man ein Produkt (vielleicht sogar mit Negativ-Marge), nur um den Mitbewerbern Marktanteile abzuluchsen oder Plätze zu besetzen.
  2. Dieses Produkt benötigt eine Cloud zum Betrieb; ist also ohne Cloud defacto nicht betriebsfähig. Ein echtes IoT-Gerät!
  3. Der Kunde zahlt aber kein Abo, d.h. monatliche Service-Kosten zum Zugriff auf ebendiese Cloud, sondern dem Käufer wird suggeriert, dass diese ohnehin immer da sein wird.
  4. Die absolut berchtigte Frage, woher das Geld für den langjährigen Betrieb dieser Cloud eigentlich kommen soll, stellt niemand.
  5. Ganz normale wirtschaftliche Überlegungen führen dann „irgendwann“ dazu, dass der Hersteller (im wahrsten Sinne des Wortes) dem Projekt das Licht abdreht! In diesem Fall knappe 5 Monate (!) nach Verkauf des letzten Produktes.
  6. Und jetzt weinen wieder alle! Sorry, aber dafür habe ich kein Verständnis.

Bei Autos gibts eine gesetzliche Verpflichtung, dass ein Hersteller über einen relativ langen Zeitraum Ersatzteile auch für seine Ladenhüter bereithalten muss. In der Consumer-Elektronik denkt man hingegen, dass der Konsument das „Spielzeug“ nach Ablauf der Garantie sowieso wegwirft.

Weit gefehlt, denn alles was mit Hausautomatisierung zu tun hat, benötigt eine signifikant längere Lebensdauer als die Gewährleistungsdauer. Oder wechseln Sie alle drei Jahre Ihre Lichtdimmer und Schalter aus? Na eben!

Meine Erklärung ist simpel: Logitech hat keine Ahnung vom Smart Home!

Unterschied zwischen Consumer und Professional

Solange sich die Hobby-Bastler solche Produkte im Großflächenmarkt von der Palette ziehen und gemeinsam mit Nachbars Schwager am Wochenende in Betrieb nehmen, betrifft mich das absolut nicht.

Logitech ist aber einer der Hersteller, der vorallem in den USA massiv versucht, professionelle Integratoren als Händler zu gewinnen. (Link)

Diese werden sich in Zukunft wahrscheinlich doppelt und dreifach überlegen, solche Produkte zu verkaufen. Denn denken Sie doch einmal daran, in welche Schwierigkeiten ein Installateur gelangt, wenn eine mehrjährige Gewährleistungsfrist auf das Gesamtprojekt noch nicht abgelaufen ist, die Fernbedienungen aber nicht mehr funktionieren.
Richtig, der Installateur muss auf seine Kosten Ersatz besorgen und kostenfrei einbauen! Selbst wenn er aus jeglicher juristischer Verpflichtung draussen ist, wird die Kundenbeziehung massiv leiden.

Ich empfehle daher (nicht nur) den Profis, beim nächsten Super-Sonderangebot einmal kurz nachzudenken, wie der Einsatz dieses Produktes langfristig gesichert ist. KEINER von uns kann in die Zukunft schauen aber bei Beispielen wie der Logitech Harmony Link war das böse Ende irgendwie schon einprogrammiert!

Link zur Meldung auf HEISE.DE

UPDATE 10. November 2017:

Als ich zeitnah zu diesem Blogpost in einem Tweet (Link zu Twitter) die Fa. Logitech auch noch direkt angesprochen habe erhielt ich nur Stunden später eine direkte Antwort:

We want to make it right. We’re now offering a replacement Harmony Hub to all active Harmony Link users, warranty or not. For more information, please visit https://t.co/yyTrLVBl14

Logitech gibt dem immensen Druck nach und wird daher alle Harmony Link Produkte kostenlos gegen ein (ehrlicherweise deutlich leistungsfähigere HARMONY HUB austauschen.

Ist damit alles wieder gut? Meiner Meinung nach keineswegs, denn betroffene Integratoren werden den ganzen Austausch inkl. Umprogrammierung mit allergrößter Wahrscheinlichkeit unbezahlt oder maximal zum Freundschaftspreis machen müssen. Andererseits gibt es die Mini-Chance, dass dieser Austausch ein Anlass ist, gleich das eine oder andere Zusatzgeschäft abzuschließen.

Ich bleibe dabei: Die Vorgangsweise mag für das Direct-To-Consumer Geschäft irgendwie in Ordnung sein, für den professionellen Smart Home Integrator sind solche Aktionen pures Gift.

Asien ist Vorreiter beim Thema Smart City

Begriffe wie Smart City oder Smart Living sind in aller Munde. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, stellt schnell fest: Asien ist Vorreiter beim Thema Smart City.

Die Gründe dafür sind vielfältig, nachfolgend nur eine kleine Auswahl an Gründen dafür:

  1. Der Zuzug aus den ländlichen Regionen in die immer stärker wachsenden Städte ist ungebrochen. Dies stellt eine immer größer werdende Herausforderung für Asiens Megacities dar.
  2. In Asien sind große städtebauliche Veränderungen nichts Neues. Schon öfters wurden ganze Stadtteile im wahrsten Wortsinne aus dem Boden gestampft. Zu neudeutsch „green field deployments“ oder ganz banal „auf die grüne Wiese gestellt“.
  3. In Asien gibt es viele technische Universitäten, die jährlich eine Unmenge an Ingenieuren hervorbringen. Man darf sich daher nicht über immenses Humankapital wundern.
Smart City ist mehr als Automation

Wer nun glaubt, dass die Asiaten ausschließlich total verliebt in technische Details sind, aktuell als IoT (Internet of Things) in aller Munde, der irrt jedoch gewaltig. Aktuelle Beispiele zeigen eine Vielzahl an cleveren Detaillösungen aus verschiedensten Fachrichtungen.

Oder anders gesagt:

Smart City = Smart Planning + Smart Environment + Smart Estate Services + Smart Living

Ein großartiges Beispiel aus Singapur:

Anstatt vieler Worte lade ich Sie ein, dieses Video von einer TEDx Konferenz aus dem Jahre 2015 aus Singapur anzusehen. Asien ist der Vorreiter beim Thema Smart City. Dieses Video lieferte auch die Inspiration zu diesem Blogpost:

Mir sind besonders folgende wirklichen smarten Detaillösungen aufgefallen:

  • Computerunterstützte Platzierung der Gebäude sowie aerodynamische Anpassung der Gebäudehüllen verbessern die natürliche Ventilation.
  • Strategische Platzierung von Solarpanels und Klimaanlagen. Bei beiden sinkt der Wirkungsgrad bei zu hohen Temperaturen aufgrund von Wärmestaus immens. 20% und mehr Energieeinsparung nur durch clevere Belüftung dieser Komponenten sind leicht erzielbar!
  • Platzierung von Kinderspielplätzen und Restaurant-Terrassen in jenen Bereichen, welche durch Nachbargebäude abgesschattet werden erspart Sonnensegel oder zusätzliche Bauten.
  • Verkehrsstrom-Analysen zeigen in Real-Time, wo und vorallem wann es sich staut. Dafür die ohnehin perfekt vernetzten Taxis zu verwenden, finde ich besonders smart. Das ist IoT in Reinkultur!

Welche Details in Sachen Smartness haben Sie in diesem Video noch entdeckt?

Fazit:

IoT, Smart Everything & Co sind in aller Munde. Dass es aber die konsequente Verbindung von meist ohnehin schon verfügbaren Technologien ist, wird allzuoft vergessen. Selbstverständlich bringen günstige Sensoren, WiFI und 4G allerorten sowie Cloudcomputing samt Analytics eine neue Dimension in das Thema. Städteplanung, Architektur und nicht zuletzt auch die Soziologie bleiben aber topaktuell. Asien ist Vorreiter beim Thema Smart City wie viele aktuelle Entwicklungen zeigen.

Wie denken Sie über das Thema? Ich freue mich auf Ihr Feedback in den sozialen Netzen und hier als Kommentar.

10 Fragen des Raummanagements – Teil 9

Hier ist er nun der finale Teil der Blogpost-Series „10 Fragen des Raummanagements“. Wenn Sie erst jetzt eingestiegen sind, so finden Sie hier den Beginn dieser Serie.

Dass es so lange bis zum Grande Finale gedauert hat, war ursprünglich nicht geplant. Die zusätzlichen Erfahrungen einiger Projekte waren es meiner Meinung jedoch nach absolut wert. Es ist mir eine Freude, nachfolgend nun endlich eine Art Schlussstein zu setzen. Diese Artikelserie ist meines Wissens nach im deutschen Sprachraum noch immer einzigartig. Durch das umfangreiche Feedback fühle ich mich bestätigt und bedanke mich bei Allen für das Interesse.

Was kostet der Spaß?

Einer der offenen Fragen aus den vorangegangenen Beiträgen ist die Frage nach den Kosten. Und wie immer ist die Antwort: „Es kommt ganz drauf an“ bzw. die internationale Variante: „Well, it depends!“

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